Keine Bilder
Ich bin so dermaßen verärgert, dass ich meine Kamera nicht mehr gefunden hab, nachdem wir das Zelt aufgebaut haben. Da wären ein paar sehr schöne Bilder herausgekommen. Natürlich war sie im Zelt vom Philip und dem Bernd. Jaja, da sind sie beim Zusammenpacken draufgekommen. Aber kein Vorwurf an dieser Stelle, sondern die Hoffnung, dass wenigstens Bernd oder Philip welche gemacht haben.
Musik
Das Lineup war zwar eigentlich enttäuschend, aber vor allem J.B.O., Rammstein und (ja Philip, ich weiß, du magst die nicht) The Hives waren dann doch sehr in Ordnung. Mehr als das. J.B.O.s Art mit den Menschen zu kommunizieren vermisse ich bei solchen Größen wie Rammstein dann doch. Und wenn ich die Änderung mitbekommen hätte, dass 3 Feet Smaller doch noch kommen, sowie Tyler nicht verschlafen hätte, gäbe es aus meiner Sicht gar keinen Grund, die musikalische Gestaltung zu bemeckern.
Aber eigentlich gehts ja beim Aerodrome nicht wirklich um Musik. Das merkt man einfach an der Organisation und den Rahmenbedingungen. Auch wenn sich viele der Securities doch bemüht haben.
Soziales
Also haben wir uns dem von mir gerade ersonnenem Motto "No Music" angeschlossen und Völkerverständigung betrieben.
Ich mein, was können wir dafür wenn sich vor unserem Zelt 3 Finnen, eine Italienerin und eine Spanierin aufgebaut haben?
Die armen Menschen.
Mussten die doch tatsächlich mit uns der verbotenen Fleischeslust hingeben: Grillen.
Zumindest die Finnen haben uns dabei geholfen.
Liebe Grüße an dieser Stelle an Tero, Kalle und Eva.
Tero hat das Festival am letzten Morgen in einer atemberaubenden Kompaktheit sowohl körperlicher als auch geistiger Art kommentiert.
Aus dem Zelt rollend auf den Rücken gelegt und ein leises Scheiße
in den Himmel gewispert. Es tut uns leid! :)
Leider funktioniert das Wortspiel mit "Finninnen" nicht wirklich aus dem Kontext gerissen, aber auch auf die Gefahr hin, dass ich mich komplett dem Unverständnis des geneigten Lesers aussetze, probier ich es dennoch. Wer das nicht lesen will, soll bitte unten weiterlesen. Die Kurzfassung geht in etwa so: Zelt, Eva kriecht rein → Finn-innen.
Und wenn es (ich übertreibe ein ganz kleines Bisschen aus literarischen Gründen, aber der Kern der Geschichte stimmt genau so)
zur Legende wird, was wir vor unserem Zelt aufgebaut haben,
quetscht sich eine kleine Träne des Hochgefühls in meinen Augenwinkel.
Denn wenn man mitten im Rammsteinkonzert jemandem auf die Beine hilft und ein erstauntes Heh, Leute schauts mal, das sind die mit dem großen Teelicht!
als Antwort bekommt, merkt man, wer hier wem die Show stiehlt. Es tut mir aufrichtig Leid, liebe Rammsteiner.
Unser Teelicht (ein kleiner Metallkübel mit einer riesen Gelsenkerze) neben dem Griller ar wohl doch einprägsamer.
Und der Griller war Gold wert. Beinahe zumindest. Schließlich war es besonders am ersten Abend so kalt, dass wir schon daran gedacht haben, den Griller als Wärmequelle zu vermarkten. Mitleid hat uns daran gehindert.
Einen Dank an dieser Stelle an die Securityverantwortlichen, dass sie unseren Griller als einen der wenigen, die offensichtlich herumgestanden sind, vor dem Abtransport verschont haben. Es zahlt sich halt aus, eine Bratwurst anzubieten und den am wenigsten betrunkenen Mann zu den Verhandlungen zu schicken. Angebote zur Ausbildung zum Unterhändler lehne ich jetzt schon dankend ab.
Als wir dann am letzten Abend noch sehr lieben Besuch aus Schladming erhalten haben, an den sich Peter sicher nicht mehr (warst sehr weggetreten),
Hias bestimmt (Aufpasser?) und Melanie garantiert noch erinnern werden (der lange Arm des Jägermeisters), war klar, dass auch an diesem Abend der Schlaf wohl sehr viel zu kurz kommen würde.
Nicht nur unserer, sondern auch der eines unserer Nachbarn, der augenreibend um — was weiß ich — vielleicht 6 morgens aus seinem Zelt kam und ohne die Hände aus seinen Augen zu nehmen krächzend verlautbaren ließ: Wenn i was g'habt hätt', i hätt's euch umegschmiss'n!
.
Horch!
Mich hat dann aber doch schockiert, als eine juge Dame torkelnd aus der Nacht auftauchte und auf die Frage, ob sie an Tschik mag langsam antwortete:
Na, Tschik mog i kan, aber was zum Rauchen wär a Gschicht.
Liebe Unbekannte, das Gras liegt doch eh auf der Straße. Oder vielmehr in der Wiese ;).
Ich danke dem lieben Philip, dass er mich dereinst im Suff überredet hat, mitzugehen, denn das Lineup war von Anfang an nicht mein Geschmack, doch eigentlich eine reine Nebensache, wenn mans im Nachhinein betrachtet.
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Created: 2005-05-29 — last update of web site: 2012-01-25
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