Meinung
Nett erzählt, fast so wie man sich das vorstellt, wenn der Opa am Kaminfeuer eine Geschichte aus seinen früheren Tagen erzählt.
Sehr viel Handlung ist reduziert auf sehr wenige Sätze, nicht wie in Herr der Ringe
. Mir hats gefallen, auch wenns in der Mitte ein bissl so klingt, als fadisiere sich Tolkien — nicht der Übersetzung wegen, sondern weil es fast etwas gehetzt erzählt anmutet.
Inhalt
Eine unvorhergesehene Gesellschaft
Gandalf theatert Bilbo Beutlin in ein Abenteuer hinein, von dem dieser lieber nichts wissen würde. Bis zu dem Zeitpunkt, als 13 Zwerge unangemeldet in sein Haus platzen und von Drachen, gestohlenem Gold, Schätzen der Vorfahren und Höhlen jenseits des Auenlandes sprechen und doch Bilbos Neugier wecken. Balin und Gloin sind unter den Besuchern. Warum Gandalf Bilbo den Zwergen als Meisterdieb vorstellt (oder besser gesagt, durch ein Zeichen an dessen Tür als solchen ausweist), bleibt vorerst ein Rätsel. Auch Bilbo weiß nicht so recht, wie er damit umgehen soll, dass die Zwerge ihn offenbar für einen sehr fähigen Dieb halten.
Gebratenes Hammelfleisch
Die Zwerge machen sich schon früh aus dem Staub und lassen Bilbo ausschlafen. Der glaubt, die Zwerge haben gestern nicht alles ernst gemeint und wären eben ohne ihn gegangen. Gandalf taucht auf und treibt Bilbo an, sich zu beeilen — die Zwerge warten.
Eine Reise beginnt, auf der Bilbo zuerst denkt, dass Abenteuer doch nicht so schlimm seien. Bis sie eines Abends ein Licht entdecken, das auszukundschaften Bilbos Aufgabe wird, nachdem Gandalf sich klammheimlich von ihnen entfernt hatte. Er schleicht sich heran und belauscht drei Trolle, die sich andauernd über die Zubereitung von Menschen und Hammeln streiten. Als Bilbo einem der Trolle den Geldbeutel stehlen will, wird er entdeckt und gefangen. Den Zwergen, die sich inzwischen angeschlichen haben, geht es nicht besser. Gandalf taucht im letzten Moment auf und bringt die Trolle dazu, sich so lange zu streiten, bis die Morgensonne sie zu Stein werden lässt.
Eine kurze Rast
Nach langer Reise treffen die Wanderer in Rivendell bei Elrond ein. Dort passiert nicht viel, sie erholen sich prächtig. Elrond entdeckt allerdings eine verbrogene Botschaft auf der Karte, nach der die Zwerge sich richten, um das Versteck des Drachen Smaug zu finden. Außerdem identifiziert er Schwerter (Glamdring für Gandalf, und Orkrist für Thorin, den Zwergenchef), die sie bei den Trollen mitgehen haben lassen. Auch Bilbo hat sich ein kleines Schwert eingesteckt.
Über dem Berg und unter den Berg
Die Gesellschaft muss über oder durch das Nebelgebirge. Gewitter treiben sie in eine kleine Höhle. Dort werden sie von Orks überrascht, die aus den Tiefen des Berges kommen und sie alle bis auf Gandalf verschleppen.
Der Orkchef will von ihnen den Grund ihrer Reise erfahren. Gandalf taucht als Retter in der Not auf und befreit alle. Der Große Ork (der Chef= wird getötet, was die Orks rasend macht. Auf der Flucht stellen sich Gandalf und Thorin mit ihren Elfenklingen, vor denen die Orks Angst haben (die Schwerter waren einst in den Kriegen zwischen Orks und Zwergen gefürchtete Orkschlächter), den Verfolgern entgegen. Dori, der Bilbo trägt, wird auf der Flucht angegriffen und stürzt. Bilbo fällt in Ohnmacht.
Rätsel in der Finsternis
Als Bilbo erwacht, ist er allein. In der absoluten Finsternis ertastet er einen kleinen Ring, den er unversehens einsteckt. Er tastet sich langsam die Gänge entlang, bis er zu einem See kommt. Dort erwartet ihn ein kleines, schleimiges Wesen: Gollum.
Gollum und Bilbo rätseln darum, ob Bilbo gefressen wird, oder Gollum ihm den Weg nach draußen zeigen muss. Bilbos "Rätsel", was er denn in seiner Tasche habe, kann Gollum nicht lösen, erahnt jedoch nach einer Weile, dass es der Ring sein muss, den Gollum als sein Geburtstagsgeschenk versteht. Gollum wird wütend und jagt Bilbo, der auf der Flucht stürzt und sich dabei den Ring über den Finger streift. Er wird unsichtbar und Gollum jagt an ihm vorbei. Geradewegs auf einen Hinterausgang der Höhle zu, den er bewacht. Bilbo entkommt knapp; er springt unsichtbar über Gollum hinweg auf den eigentlichen Ausgang der Höhle, der von Orks bewacht wird. Auch an denen kann er sich vorbeischleichen.
Raus aus der Bratpfanne, rein ins Feuer
Bilbo findet sich auf der Ostseite des Nebelgebirges wieder, von seinen Begleitern keine Spur. Nach einiger Wanderung trifft er auf die anderen und muss von seinen Heldentaten berichten. Den Ring verschweigt er natürlich, aber Gandalf scheint etwas davon zu ahnen.
Nach ermüdendem Marsch und ohne Verpflegung — die Orks haben ihnen alles abgenommen — erreichen sie eine Lichtung, auf der sie binnen kurzer Zeit von Wölfen, die mit den Orks gemeinsame Sache machen, umzingelt. Sie flüchten auf umliegende Bäume. Die Wölfe bewachen diese Bäume und warten auf die Orks, die schon die Verfolgung aufgenommen haben. Gandalf sprüht ein paar Funken auf die Wölfe, es beginnt zu brennen.
Den inzwischen angekommenen Orks gefällt das ganze, schließlich müssen sie nur warten, bis die Bäume umfallen und die gerösteten Zwerge + Zauberer + Hobbit ihnen vor die Füße fallen. Doch soweit kommts nicht, denn die Adler, mit denen Gandalf ein gutes Verhältnis hat, retten die Gesellschaft aus den Baumwipfeln.
Ein sonderbares Quartier
Gandalf führt die Gruppe zu Beorn, der ein seltsames Wesen ist: bärenartig und menschlich zugleich. Eine misstrauische Gestalt, gefährlich als Feind, von unschätzbarem Wert als Freund. Gandalf erzählt von der Reise und weckt Beorns Interesse. Eines Nachts sieht Beorn nach, ob die Geschichte stimmt (er geht den Weg zurück, den Gandalf beschrieben hat) und ist entzückt, dass es noch andere Orkfeinde gibt. Beorn stattet die 15 mit Pferden und Proviant aus. Er warnt sie, im Nachtwald, der vor ihnen am Weg zu Smaugs Berg liegt, den vorgegebenen alten Pfad zu verlassen und ja nicht von einem gewissen duklen Fluss zu trinken. Außerdem sei der Wald sowieso böse. Die Pferde dürften keinesfalls weiter als zur Waldgrenze mit.
Nach einigen Tagen Ritt an der Waldgrenze verabschiedet sich Gandalf, der im Süden noch wichtiges zu erledigen hat und überlässt Bilbo die "Führung" der Zwerge.
Fliegen und Spinnen
Nach einigen unangenehmen Tagen in dem finsteren Wald entdecken sie Feuer und gehen ausgehungert wie sie sind darauf zu. Kaum sind sie nahe dran, erlöschen die Feuer und die Wesen herum verschwinden. Das wiederholt sich noch zwei Mal, ehe die Gesellscahft in der Finsternis überfallen wird.
Am nächsten Morgen entdeckt Bilbo, dass er fast eingesponnen ist. Er kann sich gerade noch befreien und bemerkt, dass eine große Spinnenart drauf und dran ist, ihn einzuwockeln und zu verspeisen. Bilbo entartet zur Furie und tötet eine Menge Spinnen, befreit dabei die Zwerge, die schon ganz in Kokons eingewickelt sind. Einer fehlt aber: Thorin ist nicht bei den anderen. Die Zwerge und Bilbo fliehen so schnell wie möglich, und an einem Punkt bleiben die verfolgenden Spinnen zurück. Sie scheinen sich vor irgendwas zu fürchten. Und tatsächlich, die Gesellschaft wird von Waldelben gefangengenommen. Bilbo kann sich gerade noch den Ring an den Finger stecken und bleibt unentdeckt.
Fässer unverzollt
In der Waldfestung der Elben werden die Zwerge in Einzelhaft gesteckt. Auch Thorin ist hier, wie Bilbo herausfindet. Keiner der Zwerge hat dem Elbenkönig verraten, warum sie überhaupt hier sind und die Elben "angegriffen" haben, wie der König den Versuch der Annäherung interpretiert.
Bilbo schafft es nach Wochen der Späherei in der Höhlenfestung, einen Weg nach drarußen zu finden: Weinfässer, die die Elben durch einen Abfluss in die Außenwelt zum Wiederbefüllen schicken. Er entwendet dem besoffenen Wachhabenden bei einem Fest die Schlüssel, befreit die Zwerge und stopft jeden in ein Fass. Er selbst muss nachschwimmen.
So gelangt zumindest Bilbo in Freiheit, er muss aber noch die Zwergfässer finden und die Insassen befreien. Was nicht so einfach ist, zumal sich draußen am Ufer bereits Elben darum kümmern, die Fässer zu Floßen zu vertauen und flussabwärts zu treiben.
Ein warmes Willkommen
Das Floß erreicht eine Menschenstadt, in der sie herzlich aufgenommen werden. Zumindest vom Volk. Die Zwerge outen sich als Nachfahren der Könige unterm Berg, die schon lange erwartet werden. Der Stadtmeister und die Elben sind aber misstrauisch. Es gibt lange Feste, viel Essen. Nach 2 Wochen brechen die Zwerge und der Hobbit wirklich auf, der Stadtmeister glaubt schön langsam doch daran, dass sie die Nachfahren sind. Und wenn nicht, würden sie sowieso sterben, beim Versuch mit Smaug fertig zu werden.
Auf der Türschwelle
Die Landschaft vor Smaugs Berg ist eine einzige Öde. Nichts gscheites wächst hier. Sie kraxeln auf den Berg und finden dort einen Hintereingang. Oder zumindest etwas, das so aussieht: Ein makelloser Fels, nach der Beschreibung auf der Karte.
Nach langem Grübeln ohne Erfolg hat Bilbo irgendwann eine Eingebung: Es muss wohl mit dem Mondstand zu tun haben. Siehe da, am richtigen Zeitpunkt erscheint ein Schloss, das mit dem der Karte beigelegten Schlüssel aufgeht.
Erkundung in der Tiefe
Bilbo wird voran geschickt, den Gang hinter der Tür zu erforschen. Er trifft auf Smaug, dem er einen goldenen Pokal entwendet. Wieder draußen feiern ihn die Zwerge.
Smaug hat aber den diebstahl entdeckt und beginnt zu wüten, er frisst die Ponies auf und die Zwerge mitsamt hobbit flüchten in den Gang hinter der Tür, durch die der Drache nicht durchpasst.
Bilbo geht nochmals zu Smaug, wil er glaubt, dass der schliefe. Blöderweise sindDrachen sehr empfindsam und er entdeckt Bilbo, obwohl der den Ring aufgesteckt hat. Sie unterhalten sich lange und der Drache weckt Zweifel in Bilbo, ob die Zwerge ihr Wort auch halten würden. In dem Gespräch vermeidet es Bilbo geschickt, seinen Namen zu verraten, das Wort "Fassreiter" bringt Smaug auf die Idee, die Menschen aus der Stadt könnten was mit ihm zu tun haben. Smaug macht sich auf Richtung Stadt.
Nicht zu Hause
Bilbo und die Zwerge schleichen sich ein paar Tage, nachdem Smaug abgeschwirrt ist und nichts von ihm zu hören war, in die Höhle. Dort schicken sie wieder Bilbo voran, der sich heimlich den Arkenjuwel einsteckt. Mit der Zeit mekren alle, dass der Drache offenbar nicht da ist und kommen heraus. Sie beäugen den Schatz und freuen sich.
Nach einigem Baden im Gold und der Suche nach Ausrüstung (Bilbo nimmt sich ein Kettenhemd aus Mithril mit) suchen sie den Weg durch die alten Hallen des Zwergenpalastes und zum Ausgang. Den finden sie auch und sehen auf Dal hinab, die alte Stadt, die ebenso vernichtet wurde, wie der Zwergenpalast. In der Ferne sehen sie viele Vögelschwärme und wundern sich warum.
Feuer und Wasser
Der Grund für diese Schwärme ist die Nachricht von Smaugs Tod. Der ist nämlich von den Einwohnern der Stadt im Wasser (Esgaroth) getötet worden: Bard, ein Nachfahre der Bewohner aus Dal, hat ihn getötet, nachdem ihm eine Drossel, die die Gespräche der Zwerge beim Eingang der Höhle belauscht hatte, geflüstert hat, dass der Drache eine verwundbare Stelle hat.
Die Stadt wird dem Erd- (oder eher See) boden gleichgemacht, viele sterben. Der Meister der Stadt hetzt den Mob gegen die Zwerge auf, doch Brad will vermittelnd eingreifen.
Die Elben, die nach der von den Vögeln verbrieteten Nachricht von Smaugs Tod zum einsamen Berg aufmachen wollten, um vom Schatz was abzubekommen, folgen dann doch einem Hilferuf der Menschen, um ihre Stadt neu zu errichten — diesmal aber nicht im Wasser, sondern am Ufer.
Die Wolken sammeln sich
Die Zwerge erfahren von einem Raben, dessen Sprache sie im Unterschied zu der der Drossel verstehen, davon, dass viele Wesen Ansprüche auf den Schatz erheben oder zumindest, sollten die Zwerge noch leben Hilfe und Schadenersatz erwaretn. Thorin hat der Schatz gänzlich seines Verstandes beraubt und er will den Schatz um jeden Preis für sich und sein Volk allein. Er schickt den Raben aus, um verwandte Zwerge zu holen.
Inzwischen befestigen die Zwerge den Eingang zur Höhle notdürftig und bauen eine Mauer. Sie nutzen auch die Quelle des Flusses "Eiliges Wasser", um den Zugang einzuengen. Ein Heer mit Bard an der Spitze und den Waldelben im Gefolge belagert die Höhle.
Bard will aber an die Thorins Vernunft appellieren: Er erbittet Hilfe und einen Teil des Schatzes, der ihm als Nachfahre des Geschlechts Girion aus Dal zusteht. Er will mit seinem Teil den Menschen beim Wiederaufbau helfen. Doch Thorin lehnt ab, er will den Schatz allein. Er wird zum Feind erklärt, erhält aber die Chance, seine Meinung zu ändern.
Die Belagerer spielen Musik und feiern Fressorgien, während die Zwerge und Bilbo hungern. Bilbo ist übrigens nicht begeistert von Thorins Besessenheit.
Ein Dieb in der Nacht
Die Raben bringen Nachricht, dass die verbündeten Zwerge schon bald da sein würden.
Bilbo übernimmt eine Wache von Bombur und schleicht sich über die Mauer aus der Höhle. Er geht runter ins Lager und verlangt mit Bard zu sprechen.
Bilbo überreicht Bard den Arkenjuwel, der Thorin mehr bedeutet als alles andere. Damit sollen sie eine gute Verhandlungsposition bekommen und diese ganze Misere gut beenden. Außerdem erzählt er von der Zwergenverstärkung unter Dain, die unterwegs ist. Als Bilbo wieder zur Höhle aufsteigt, trifft er noch Gandalf, der sehr stolz auf den kleinen Hobbit ist.
Die Wolken bersten
Am nächsten Morgen kommen der Elbenkönig, Bard und Gandalf zum Eingang und bitten nochmals um eine friedliche Lösung. Gandalf zeigt den Arkenjuwel. Bilbo gesteht, dass er ihn hergegeben hat. Thorin verstößt Bilbo.
Einen Tag später kommt Dain an und bietet an, dass die Belagerer abziehen sollen. Die weigern sich. Dain will zu Thorin aufschließen, geht ins Tal und will gerade die Menschen und Elben angreifen. Da bricht ein Sturm los, mit Fledermäusen im Schlepptau und elendiglich vielen Orks.
In der folgenden Schlacht der fünf Heere fallen viele Elben, Menschen und Zwerge auf der einen Seite, die Orks werden mitsamt den Wargen vernichtend geschlagen. Allerdings erst durch die Hilfe der Adler, die das Geschehen und Aufrüsten in den Nebelbergen mit Skepsis beobachtet haben und Beorn, der in Bärengestalt durch die Reihen der Orks gewütet hat.
Thorin wird verwundet. Bilbo hält sich zurück und wir unsichtbar bewusstlos geschlagen.
Der Weg zurück
Als er wieder aufwacht, findet ihn ein Mensch und trägt ihn ins Lager, wo Thorin sich mit ihm versöhnt. Überhaupt haben sich Menschen, Zwerge und Elben ganz lieb. Dain baut Dal wieder auf und herrscht als König unterm Berg. Thorin wird im Berg mit dem Arkenjuwel begraben. Bard wird Chef der Menschen und baut die Stadt wieder auf. Bilbo und Gandalf gehen Richtung Beutelsend. Der Elbenkönig nennt ihn Elbenfreund. Beorn herrscht mit seinesgleichen und beseitigt die letzten Gefahren im Lauf der Zeit aus seiner Umgebung.
Das letzte Kapitel
Gandalf erzählt im Hause Elronds, dass der Geisterbeschwörer im Süden auch besiegt ist — das war das Geschäft, weswegen er Bilbo und die Zwerge dereinst alleine lassen musste.
Bilbo erreicht seine Heimat und muss feststellen, dass er für tot erklärt wurde und seine Habe gerade versteigert wird. Er muss sich einiges zurückkaufen und wird seit seiner Rückkehr als verschrobener Hobbit nicht mehr wirklich anerkannt. Er beginnt sein Buch.
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Created: 2005-08-18 — last update of web site: 2012-01-25
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