created: 2005-05-18

Stefan.Huberdoc.at

Ken Follet — Die Säulen der Erde

Meinung

Obwohl es sehr fad klingt, wenn man erfährt, dass es in dem Buch um einen Baumeister des Mittelalters geht, der unbedingt eine Kathedrale bauen will, ist das Buch sehr spannend aufgebaut. Der immer wieder aktuelle Kampf Gut gegen Böse ist sehr kurzweilig geschildert.

Inhalt

Im Prolog wird die Hinrichtung eines französisch sprechenden Menschen geschildert, der als Dieb verrufen ist. Ein schwangeres Mädchen verflucht den Ritter, den Vogt und den Priester, die das Urteil besiegelt hatten. Irgendwas ist an dieser Hinrichtung faul.

Buch I

Kap. I

Tom Builder, der Baumeister, arbeitet an einem Haus für einen gewissen Lord William Hamleigh. Der kommt und bläst den Hausbau ab. Grund: Seine Braut will ihn nicht mehr heiraten. Tom bietet ihm die Stirn wegen der Bezahlung und gewinnt den Zwist. Seine Erwähnung der Hölle lässt William erschaudern und nachgeben. Tom ist versessen darauf, einmal eine Kathedrale zu errichten.

Toms Familie wandert nach Winchester, um dort Arbeit zu finden. Im Wald werden sie von Outlaws angegriffen, ihr Schwein gestohlen und die Tochter Martha wird niedergeschlagen. Da tauchen aus dem Dickicht zwei andere Outlaws (Ellen und Jack) auf und helfen der Familie. Tom empfindet Sympathie für die beiden. Sie sind aus einem Kloster abgehauen und Ellen hat Jack im Wald großgezogen. Der Vater sei ein Franzose und bereits tot, so ihre Geschichte. Ellen findet sich im Wald sehr gut zurecht und benimmt sich, wie es damals nur von Männern erwartet wurde: Kämpferisch, federführend, selbstbewusst. Als Ellen von einer Kirche in Salisbury erzählt, ändert Tom seinen Plan und die Familie wendet sich dorthin.

Die Kathedrale des Bischof Roger in Salisbury ist schon fertig, es gibt also keine Arbeit. Tom hinterlässt beim Chefbaumeister aber einen derart guten Eindruck, dass er ihn nach Shaftesbury weiterschickt, wo es noch Arbeit an der Kirche geben könnte.

Im Ort entdecken sie am Markt, wie der Wegelagerer das Schwein verkauft, das er ihnen gestohlen hat. Am Tor der Stadt stellen sie ihn und im folgenden Handgemenge tötet Tom den den Outlaw in seiner Rage.

Auch in Shaftesbury findet Tom keine Arbeit, so steht ihnen ein harter Winter bevor. Sie gehen doch nach Winchester, um dort bei Verwandten unterzukommen. Mitten im Wald bringt Toms Frau Agnes einen Sohn zu Welt und stirbt kurz darauf, nachdem sie Tom noch bittet, seine Kathedrale zu bauen. Tom setzt seinen neugeborenen Sohn aus, weil ihnen sowieso Nahrung fehlt und das nächste Dort noch Tage entfernt liegt. Nach einiger Zeit plagt Tom aber sein Gewissen, er kehrt um. Sein Sohn ist verschwunden. Sie treffen Ellen, die gesehen haben will, wie ein Priester das Baby an sich genommen hat. Ellen lädt Tom und seine beiden Kinder ein, zu sich in die Höhle zu kommen.

Später suchen Ellen und Tom ein Kloster in der Nähe auf, um nach dem Sohn zu sehen. Ellen kann Tmo überzeugen, dass es für das Kind wohl besser sei, wenn es dort aufwüchse.

Prior Philip nimmt das Kind auf. Er und sein Bruder Francis sind selbst als Waisenkinder in einem Kloster erzogen worden. Philip hat das Kloster auf Vordermann gebracht, während Francis Berater bei einem Grafen war. Francis, der auch im Kloster weilt, erzählt Philip, dass König Heinrich tot ist. Nachdem er keinen Erben hat, ist seine Tochter als Thronfolgerin bestimmt worden. Leider gibt es andere, die auch König sein wollen. Der Anwärter Stephan versprach der Kirche mehr Achtung als unter Heinrich und er soll daher gekrönt werden. Francis' Chef will aber selbst König werden und er schmiedet daher eine Revolte. Francis bittet Philip, den Bischof von Kingsbridge zu unterrichten, denn wenn Francis das täte, wäre er als Verräter entlarvt. Philip willligt ein.

Am Weg nach Kingsbridge trifft Philip auf Tom. Sie essen miteinander und Philip erzählt, dass es einem Findelkind in seinem Kloster super ginge. Außerdem verspricht er, dem Bischof von Toms Arbeitssuche zu erzählen.

Dr Bischof selbst ist nicht in seinem Wohnsitz außerhalb von Kingsbridge, aber der Erzdiakon Waleran empfängt Philip. Ihm erzählt er von der Verschwörung. Waleran rät Philip, sich nicht direkt an den Vogt zu wenden und schickt ihn weiter nach Kingsbrigde. Tom und Ellen kommen ebenfalls nach Kingsbrigde. Waleran erblickt sie und stutzt bei dem Anblick der Frau.

In Kingsbridge bietet sich Philip ein Bild des Grauens — aus der Sicht eines strenggläubigen Kirchenmannes: Das Kloster verfällt, der Schlendrian hat sich eingeschlichen. Keiner schert sich um die klosterlichen Pflichten. Als Philip einige Mönche zurechtweist, wird er selbst sofort von den höheren Mönchen gescholten. Prior James ist tot und noch steht keine Nachfolge fest. Cuthbert, ein Freund von Philip, bringt ihn auf die Idee, sich selbst für dieses Amt zu bewerben. Philip gefällt diese Idee immer besser.

Auf der Kapitelversammlung kommt es dann zu einem Schlagabtausch zwischen Philip und Remigius, seinem Kontrahenten umd das Amt. Remigius behauptet, dass der Bischof seinen illegitimen (!) Sohn als Nachfolger sehen will und das Kloster daher nur einen Kandidaten stellen sollte. Einen der sich auskennt. Remiguis selbst. Philip zweifelt an den Worten des Mönches und frägt bei Waleran nach. Der nominiert Philip im Namen des bischofs, will dafür aber seine Unterstützung, wenn es um die Nachfolge des Bischofs geht. Philip willigt ein. Die Wahl findet noch am selben Tag statt. Bei der darauffolgenden Messe verkündet Waleran, dass der Bischof tot sei. Clever inszeniert.

Was die Intrige gegen den König angeht, so will Waleran die Wut von William Hamleigh nutzen, dessen Braut die Tochter des Grafen von Shiring gewesen war. Der Graf ist einer der Drahtzieher der Rebellion.

Wo Kapitel 2 anfängt, hab ich nicht notiert

Kap. III

Waleran erzählt nach der Messe den Hamleighs von der Verschwörung gegen den König. William schlägt vor, sich selbst als Spion zu senden. Der Vorwand: Alliena, die Tochter des Grafen, um eine zweite Chance zu bitten. Als William von Aliena empfangen (und erneut abgewiesen) wird, kommen Ritter aus dem Haus, die offenbar gerade irgendwelche wichtigen Befehle empfangen haben. William überfällt mit seinem Waffenbruder, Freund, Untergebenen und Lehrmeister Walter außerhalb der Stadtmauern einen der Ritter und foltert aus ihm ein Geständnis heraus: Graf Bartholomäus plant einen Putsch.

Am Weg nach Hause trifft William erneut auf Tom. Diesmal will William die Frau an seiner Seite. Tom widersetzt sich ihm erneut, was ihm William nicht gerade wohlgesonnen macht. Tom ist auf dem Weg zum Grafen, um nach Arbiet zu fragen.

Bartholomäus stellt Tom ein, da in der Grafschaft einiges zu bauen ist. Am nächsten Tag kommen Besucher, die wohl die Wachleute am Eingang getötet haben müssen. Sie werden nämlich von Jack und Ellen beobachtet, wie sie sich frühmorgens in die Stadt schleichen. Ellen erzählte Jack gerade ein bisschen was über seinen Vater.

Die Besucher sind tatsächlich mit finsteren Absichten da: Sie sind die Vorhut einer Streitmacht, die im Wald versteckt wartet, bis die Stadt sabotiert ist. Während der Morgenmesse nehmen sie die Burg ein, der Graf ergibt sich. Die Zivilisten werden aus der Stadt weggeschickt. Tom geht wieder zurück nach Kingsbridge. Warum Ellen darüber nicht sehr erfreut ist, will sie Tom nicht sagen.

Kap. IV

Die Kathedrale in Kingsbridge ist baufällig, es fehlt aber an Geld, sie zu renovieren. Jack, der Tom sehr bewundert, aber mit seinem Sohn Alfred im Clinch liegt, macht sich des Nächtens auf und zündet das Dach der Kirche an. Er will so die Zukunft sichern. Die Kathedrale stürzt ein, es gibt keine Verletzten. Tom bietet an, für Kost und Logie zu arbeiten, was von Philip nur allzu gerne akzeptiert wird. Philip mausert sich zu einem fähigen Prior, der die Brüder unter Kontrolle hat. Auch Toms Ankündigung, dass eine Krypta binnen weniger Wochen wieder betriebsbereit sein kann, muntert die Mönche auf. Nur Ellen ist manchen ein Dorn im Auge. Remigius scheint sie ebenso zu kennen, wie Waleran das offenbar tut. Er schickt einen Brief an Waleran.

Waleran kommt. Bei einem Streit zwischen Alfred und Jack (die beiden hassen sich, Jack will Alfred sogar umbringen, weil er immer so gemein zu ihm ist) kommt es heraus, dass Tom und Ellen nicht verheiratet sind, was Remigius Waleran sofort unter die Nase reibt. Als Buße schickt er Ellen für ein Jahr weg. Waleran erzählt Philip, dass König Stephan in deren Schuld stünde. Als Belohnung sollten sie auf den Bau einer Kathedrale plädieren.

Ellen erfährt beim Essen von ihrer Strafe. Wutentbrannt pinkelt sie auf den Esstisch der Mönche und haut fluchend ab. Dass das ihre Situation nicht verbessert, versteht sich von selbst. Tom kann sie nicht am Gehen hindern, auch wenn niemand will, dass sie geht. Am Tor sieht sie Waleran und singt ein französisches Lied. Waleran wird kreidebleich.

Toms Entwürfe für die Kathedrale faszinieren Philip, nur das Geld fehlt. Waleran schlägt vor, den König zu bitten, die Ländereien der Verräter der Kirche zu überlassen. Philip weiß, dass Aliena immer noch in der Burg haust und sich dort versteckt, er sagt es aber niemandem.

Beim König ist außer Waleran und Philip noch Bischof Henry — der Bruder des Königs —, sowie die Hamleighs. Alle wollen die Ländereien. Die Gräfin Hamleigh nimmt Philip zu Seite und erzählt ihm, dass Waleran doch nur selbst die Ländereien für sich wolle. Als Beweis nimmt sie ihn mit zu Walerans Sitz, wo er eine Burg baut. Sehr untypisch für einen Kirchenmann. Die Baustelle ist aber verwaist, das Geld fehlt. Philip sieht ein, dass Waleran ihn nur benutzt und einigt sich mit den Hamleighs: Sie sollen die Ländereien bekommen, aber der Priorei von Kingsbridge die Nutzungsrechte an Wald und Steinbruch überlassen, sowie die Schafshügel. König Stephan akzeptiert diesen Vorschlag, da die offizielle Begründung Walerans ja war, die Kathedrale finanzieren zu wollen, was eindeutig in den Bereich der Priorei falle. Hamleigh wird Graf von Shiring und bekommt die Ländereien, die Priorei die Nutzungsrechte. Waleran reagiert etwas giftig und schwört Philip, dass er seine Kathedrale niemals erbauen werde.

William geht voraus in die neue Burg, er soll sie herrichten. Er vergewaltigt Aliena, die sich anfangs wehrt. Ihren Haushofmeister tötet er auch (Walter erledigt das). Alienas Bruder Richard wollte ihr helfen, dafür wurde ihm ein Ohrläppchen abgeschnitten. Aliena und Richard können sich irgendwann die Pferde der beiden Brutalos krallen und fliehen in den Wald. Dort findet sie ein Forstaufsichtsarbeiter und beherbergt die beiden. Aliena geht nur deshalb mit, weil er erwähnt, dass seine Frau sie gut bekochen würde. Der Typer weist sich aber als fies: er sperrt beide ein. Seine Frau erbarmt sich aber und befreit sie. Von da an schwört Aliena, niemandem mehr zu trauen.

Tom beginnt unterdessen mit dem Ausrichten der Kathedrale.

Am Weg nach Winchester zum König töten sie einen Wegelagerer, der sie überfallen will. König Stephan ist nicht dort, aber Alienas Vater sitzt hier im Gefängnis. Der Wächter dort lässt eine Frau (Meg) rein, weil sie ihn besticht, Aliena und Richard müssen draußen warten.

Aliena begibt sich auf Arbeitssuche und kassiert nur Abfuhren. Nur in einem Hurenhaus könnte sie anfangen, will das aber nicht. Da taucht Meg wieder auf und bietet ihr ihre Gastfreundschaft an und am nächsten Morgen mit ihr zum Gefängnis zu gehen. Aliena akzeptiert.

Der Vater lässt Richard einen Eid schwören, Graf von Shiring zu werden und nicht eher zu ruhen. Aliena soll ihm dabei helfen. Wenige Tage später stirbt Graf Bartholomäus im Gefängnis. Daraufhin machen sich beide zu ihrem Onkel auf, der sie aber nicht aufnimmt. Auch das Geld, das Bartholomäus bei einem Mönch hinterlegt hatte, ist beinahe aufgebraucht. Aliena bekommt es vom Geistlichen nur unter Androhung von Gewalt. Den Rest investieren die beiden in einen Wollkarren und kaufen von umliegenden Bauern Wolle. Diese Wolle wollen sie in Winchester Meg verkaufen, doch die musste die Stadt verlassen, weil ihr Mann offenbar was Krummes gedreht hatte. Also probieren sie es selber, doch der wollhändler will ihr nur sehr wenig bezahlen. Prior Philip, der zufällig auch zugegen ist, verkauft netterweise Alienas Wolle als die seine und gibt ihr das Geld. Aliena ist seit langem wieder einmal glücklich und dankbar.

Anfänge der Kapitel V–VII hab ich auch nicht notiert.

Kap. VIII

Ca. 1 Jahr ist vergangen. Tom will im Steinbruch Steine holen, Percys Männer sind aber dort und verweigern ihm dne Zutritt. Die mitgekommenen Arbeiter wollen sich nicht auf einen Kampf einlassen, Tom zieht wieder ab.

In der Nacht besetzt Philip dne Stienbruch mit seinen Mönchen, die Bewaffneten ziehen ab, Philip hat gesiegt. Er stellt Percys Steinmetze bei sich ein, damit Percy sie nicht gegen ihn wenden kann. Deren Chef warnt vor Percys Frau.

Waleran und Percy wollen unterdessen die Kathedrale nach Shiring verlegen lassen und somit Philip das Baurecht entziehen. Sie schicken Henry, den designierten neuen Erzbischof und Bruder von König Stephan, nach Kingsbridge, wo seit einem Jahr wenig sichtbarer Fortschritt passiert ist. Philipp will diesen Fortschritt mit hektischem Getue überdünchen. Er verspricht den Gläubigen Absolution für Arbeit. Und das funktioniert: Henry ist bei seiner Ankunft beeindruckt. Waleran und Lady Hamleigh kochen vor Wut. Ellen kommt auch und nimmt Toms Heiratsantrag an. Der (Erz)bischof hält eine Messe in Kingsbridge, wo Waleran Aliena entdeckt. Jack sieht Aliena auch, sie erkennt ihn aber nicht. Percy und seine Frau erkennen Ellen in der Menge wieder.

Buch III

Kap. IX

Wieder ein Jah später. Ein Erbfolgekrieg zwischen Stephan und Mathilde tobt. Williams Vater stirbt. Er ersucht König Stephan um Heimaturlaub. Da sieht er Richard, der den Grafentitel ebenso beansprucht wie er selbst. König Stephan überträgt einstweilen William die Grafschaft. William beginnt, seine Dörfer zu terrorisieren, weil die Grafschaft kein Geld hat. In den nächsten 3 Jahren entwickelt sich Kingsbridge, während Shiring dahinsiecht. Waleran rät William, den Steibruch zu besetzen und einen Zaun zu bauen, damit wäre Philip der Hahn zugedreht. Kampf am Steinbruch: Steinmetze wehren sich. Bilanz: ein Toter, mehrere Verletzte auf Seiten Williams. Dennoch siegen die Angreifer.

Philip geht zum König, der in Lincoln eine Burg belagert, die Mathildes Männer halten. Philip hat den König fast so weit, einen Markt für Kingsbridge zu genehmigen und William zurechtzuweisen. Da kommt die Nachricht, dass 1000 Feinde unterwegs seien. Etwa 100 mehr als die Truppen des Königs. Da taucht William mit 200 Mann auf und desKönigs Tag ist gerettet. Dumm für Philip, der zu hoffen beginnt, dass Stephan die Schlacht verlieren möge (Stephan unterstützt übrigens einen anderen als seinen Bruder für das Amt des Erzbischofs). Richard, der Philip begleitet hat, ist nunmehr ein stattlicher Ritter — finanziert von Alienas Verkaufskünsten.

Stephan verliert tatsächlich, Philip gerät in Gefangenschaft. Sein Bruder, der als Sekretär von Mathilde arbeitet, lässt ihn wieder frei. 2 Monate später ist Mathilde als Herrscherin von der Kirche anerkannt, Hamleigh hat die Seiten gewechselt. Mathilde spricht Hamleigh den Steinbruch und Philip dasselbe Markterecht wie Shiring zu, will aber viel Geld als Gegenleistung. Geld, das Philip nicht hat. Da revanchiert sich Aliena, indem sie für Philips Wolle für das nächste Jahr schon im Voraus bezahlt. Philips Bruder Francis wirft ein, dass Kingsbridge nun das Recht hätte, selbst eine Wollmesse zu veranstalten. Nachdem Aliena und Philip die meiste Wolle haben, würden die flämischen Händler wohl lieber direkt mit ihnen verhandeln und damit der Gewinn höher werden.

Kap. X

Jack, inzwischen toms Lehrling und sehr begabt, plaudert mit Aliena und mit seiner Gabe zum Geschichtenerzählen beeindruckt er sie. Sie mögen sich. Alfred macht Aliena einen Heiratsantrag, doch sie lehnt ihn ab — er ist ihr zu rüpelhaft.

Winter: Francis erklärt, dass Exkönig Stephan im Tausch gegen Robert von Gloucester, der in Wahrheit die Geschicke von Mathilde leitet, frei sei. Philip bangt um sein Marktrecht.

Jack erfindet nebenbei eine Methode, Stoff zu walken, Aliena und er küssen sich, als er ihr seine Erfindung zeigt. Aliena ohrfeigt Jack in ihrem Schrecken und rennt davon. Alfred und Jack raufen und machen viel kaputt. Jack wird daraufhin von der Baustelle verbannt (Alfred hat auch herausgefunden, dass Jacks Vater als Verbrecher gehängt wurde). Jack sagt Tom, dass er die alte Kirche angezündet hatte. Ellen erklärt das Hängen von Jacks Vater als Folge einer Beschuldigung, er hätte angeblich einen Kelch aus einer Kirche entwendet. Sie will Philip überreden, nicht so hart zu sein und Jack bleiben zu lassen. Der will das nur zulassen, wenn Jack ins Kloster eintritt.

Ein Jahr vergeht, die Wollmesse steht an. Jack ist inzwischen ins Kloster eingetreten. Im Krieg selbst gibt es noch keine Entscheidung, da Stephan ja wieder frei war. Bei der Wollmesse selbst herrscht gute Stimmung. Da kommt William und zündet die Stadt an, er tötet Menschen, jagt Alienas Lager mitsamt aller Wolle in die Luft. Auch Tom stirbt im Gemetzel. Jack rettet Aliena aus ihrem brennenden Lager.

Buch 4

Kap. XI

Waleran zwingt William, wieder zu Stephan überzulaufen (sonst gibts keine Absolution). Kingsbridges Ende bedeutet Wohlstand für Shiring. Kingsbridge wird aber wieder aufgebaut. Alfred übernimmt die Bauleitung und erneuert vor Richard den Heiratsantrag an Aliena. Sie lehnt erneut ab, fragt sich aber, ob es nicht gescheit wäre, ihn anzunehmen. Sie trifft Jack, den sie doch liebt, und sagt ihm, sie werde Alfred heiraten. Er ist gekränkt. Jack bekommt dazu noch Hausarrest, weil er mit Aliena gesehen wurde. Er widersetzt sich und wird erst recht eingesperrt. Ellen befreit ihn, denn sie kennt die Zelle — hier war auch Jacks Vater einst eingesperrt und es gibt einen Kanal, durch den man hinein und hinaus kommt. Jack geht zu Aliena und sie lieben sich. Dennoch will Aliena Alfred heiraten, noch am selben Tag. Jack geht gebrochen und verlässt Kingsbridge auf Ellens Pferd mit Toms Werkzeug Richtung Spanien. Dort war sein Vater auch dereinst unterwegs. Ellen platzt in die Hochzeit und verflucht die Ehe (Jack hat vorher mit Alfred geredet, und herausgefunden, dass der Aliena nur heiratet, damit Jack sie nicht bekommt). Die Hochzeitsnacht geht schief, Alfred wirft Aliena aus dem Bett.

Kap. XII

Pfingsten; die Kathedrale wird früher als geplant eingeweiht. Waleran ernennt William bei der Einweihung im Namen des Königs zum Graf von Shiring. Aliena bekommt die Wehen (das Kind ist von Jack, keiner hat was davon gemerkt) und rennt in die Kathedrale, um Hilfe zu holen. Da stürzt das Dach ein. Aliena entbindet, Philip und Alfred finden Aliena und das Kind lebend unter den Trümmern. Alfred verstößt Aliena sofort. Ellen taucht auf und erzählt Aliena, dass Jack nach Santiago de Compostello wollte. Sie redet Aliena zu, Richard und ihren Eid zu vergessen, zumal sie ihm nach Williams Ernennung zum Grafen momentan sowieso nicht helfen kann, und Jack zu folgen.

Eine lange Reise nach Toledo immer ein bisserl zu spät, aber immer auf Jacks Fersen, der sich offenbar als geschickter Steinmetz durch die Lande schlägt. In Toledo hat Jack Mathematik studiert und einen guten, reichen Freund gefunden, dessen jüngste Tochter Jack hätte haben können. Doch Jack machte sich auf nach Paris. Die jüngste Tochter des Freundes erzählt Aliena, wo Jack hingegangen ist.

In Paris treffen sie sich endlich undsind glücklich. Bei der Einweihung einer Kirche entsteht ein Tumult. Jack nimmt ein Spielzeug (eine Frauenstatue, deren Edelsteinaugen Wasser vergießen, wenn sie abkühlt; ein Gimmick aus Toledo) und beendet den Tumult mit Sehet die Mutter Maria. Die Statue beginnt im Schatten zu weinen, Jack nutzt die Gelegenheit, dem Pöbel weiszumachen, die Maria müsse nach Kingsbridge gebracht werden und er dort die Kathedrale errichten. Jack hat auf seiner Reise viel Architektur zu sehen bekommen.

2 Priester sind Jack als "Geleitschutz" für Jack, Aliena, klein Tommy und die Maria aus Paris mitgegeben worden. Auf dem Weg nach England bringt ihm die Statue einiges an Geld ein. In Cherbourg stoßen sie erstmals auf Skepsis: Jack wird für den Geist seines Vaters gehalten, der auf der Überfahrt des damaligen Thronerben als Spielmann engagiert worden war. Das Schiff ist damals untergegangen, der Thronerbe starb. Jack hat also seine Wurzeln gefunden (Jach Sharebug…Englische Aussprache für Cherbourg).

Kap. XIII

Jack inszeniert seinen Einzug in Kingsbridge, der Philip wütend macht: ein faules Winder, falsche Afrikaner. Doch eine Frau, die beim Einsturz der Kathedrale Mann und Söhne verloren hat, spricht erstmals wieder. Philip wird die Statue annehmen und die Kathedrale bauen lassen, unter der Bedingung, dass sich Jack von Aliena fernhält, bis ihre Ehe annulliert ist. Jack sucht Ellen im Wald und erzählt von den Verwandten. Ellen erzählt ihm, dass sein Vater wohl jemandem unangenehm gewesen sein musste: irgendwas war mit dem Schiffsunglück nicht ganz koscher, denn der einzige Überlebende war Waleran Bigod.

Jack geht zu ihm und konfrontiert ihn vor William und dessen Mutter mit der Frge nach der Wahrheit. Waleran antwortet nicht, aber William merkt, dass wohl was ran sein musste und schlägt vor, Jack beim nächsten Überfall auf Kingsbridge zu töten. Waleran, der zuvor noch von einem Angriff abgeraten hatte, ist nun nicht mehr so zurückhaltend.

Richard erfährt von dem Überfallsplan und Jack lässt sofort eine Mauer um Kingsbridge bauen (in eineinhalb Tagen). Der Angriff wird abgewehrt. Philip will die Mauer verstärken, damit in Zukunft nicht nur ein Provisorium die Stadt schützen möge. William bittet Waleran um Einspruch bei der Annullierung Alienas Ehe. Waleran tut das unter der Bedingung, dass William Kingsbridge in Ruhe lässt.

7 Jahre später: Der Dombau geht gut voran. Jack hat eine Tochter (Sally). Alfred kommt abgemagert zu Jack und bittet um Arbeit. Der gibt ihm eine. Es gab seit drei Jahren keine gute Ernte, alle siechen dahin. So mancher Graf hat bereits Pächter hinausgeworfen, viele nagen am Hungertuch. vor Pfingsten heiratet der 37jährige William die 14jährige Ritterstochter Elisabeth. Auch sie misshandelt er. Kurz vor Pfingsten stirbt seine Mutter.

Pfingsten: Waleran hält eine Messe in Kingsbridge, William reitet hin. Er erkennt, dass er seiner Mutter einen Priester ans Totenbett hätte holen sollen. Waleran trägt ihm als "Buße" auf, in Shiring eine Kirche gleich der in Kingsbridge zu bauen.

Aliena trifft auf einem Ritt auf Elisabeth. Ein Unwetter zieht auf. Aliena nimmt Elisabeth mit in eine Hütte und überredet den Dorfpfarrer, die Kirche für die Dorfbewohner zum Schutz zu öffnen. Aliena erzählt Elisabeth ein bisschen von sich und William und redet ihr zu, mehr Selbstvertrauen an den Tag zu legen, um von ihren Untertanen respektiert zu werden. Der Sturm bläst inzwischen das ganze Dorf weg.

In der Priorei wird das Geld knapp, die Bauarbeiter streiken. Alfred war in Shiring und bietet William alle Baumeister aus Kingsbridge an. Der Streik endet damit, dass sich alle Alfred anschließen und Kingsbridge den Rücken kehren.

Aliena kommt auf die Idee, Richard als Anführer der Outlaws könnte William besiegen. Richard liebt diese Idee. Philip und Francis treffen sich hiemlich. Francis erzählt, dass der Herzog Henry aus der Normandie den englischen Thron anpeile. Er wäre legitimer Nachfolger, weil seine Mutter eine tochter des alten Henry (König von England, Herzog der Normandie) war. Henry wäre charakterlich stärker als Stephan.

William will sein Mehl aus einer Mühle persönlich abholen. Dort wird er von Richard überfallen, geschlagen und gedemütigt. William hört die Outlaws Richard den rechtmäßigen Grafen rufen. Er geht zu Waleran, der ihm helfen soll, gegen die Outlaws vorzugehen. Bruder Remigius erfährt von der kleinen Sally, wo sich Richard aufhält. Er ist Waleran gutgesinnt und verlangt für die Preisgabe des Verstecks von Richard Prior in Shiring zu werden.

William reitet zum Versteck, doch das ist bereits leer. Nur Ellen ist dort und die sagt William, der sie als Hexe fürchtet, dass Richard für Henry kämpft, der bereits in England ist. Henry belagert in der Zwischenzeit Winchester. Angeblich wird er sich mit Stephan einigen, dessen Thronfolger zu werden. Damit ändert sich für Richard wenig. Er wäre Graf, darf aber nicht als solcher regieren.

Aliena schlägt Richard vor, er solle Earlscastle einnehmen. Elisabeth könne ihm dabei helfen. Aliena geht zu ihr und bittet sie um diese Hilfe, was diese gern tut: Elisabeth verkündet auf Earlscaslte den Frieden zwischen Stephan und Henry und ruft zur Kapitulation auf. Eine Vorhut von Richard kommt, als Boten gemeldet, unbehelligt in die Burg. Nur der Chef der Wache wehrt sich und wird getötet. Die Menschen empfangen Richard mit Freuden als neuen Grafen. Aliena schließt ihren Eid an ihren Vater damit endgültig ab.

Oje, wieder Kapitelüberschriften vermurxt.

Kap. XVI

William wohnt in für ihn mickrigen Verhältnissen un Hamleigh. Waleran bietet ihm den Platz als Vogt in Shiring an. So könnte er die Kirche auch noch fertig bauen. Jack grübelt immer noch nach, wie er die Kathedrale wegen ihrer Größe vor dem Wind schützen soll. Richard hat — gemäß Gesetz — der Priorei das Schürfrecht vom Steinbruch entzogen. Aliena hält die gespannte Lage nicht mehr aus und sagt Jack, dass sie ihn verlassen möchte, jetzt, da sie der Schwur ihrem Vater gegenüber nicht mehr bindet. In der Trauer fällt Jack ironischerweise eine Lösung für das Windproblem ein: unverkleidete Pfeiler.

William wird zum Vogt ernannt. Philip, der bei derselben Versammlung eigentlich um die Rückgabe des Steinbruchs ansuchen wollte, geht sofort wieder. Er trifft Remigius, der inzwischen als Bettler umherzieht und nimmt ihn als einfachen Mönch wieder in seiner Priorei auf. Aliena ist sauer auf Richard, weil er so treulos ist. Richard geht zu Aliena, die gerade von Alfred bedrängt wird. Es folgt ein Kampf, bei dem Alfred stirbt. Außer Martha bedauert das niemand.

Nach dem Begräbnis jagen Williams Männer Richard ins Kloster. William hat einen unterzeichneten Haftbefehl gegen Richard; schließlich habe er Alfred ermordet, der wollte ja nur seine Ehe vollziehen. Philip gewährt ihm im Kloster Asyl. Sein Vorschlag: Richard soll auf Kreuzzug gehen, das sühnt die Tötung eines Menschen. Aliena soll inzwischen seine Geschäfte übernehmen. Genial! Aliena und Jack heiraten auch endlich.

Buch V (?)

Bucheinteilung auch verhaut?

Kap. XVII

15 Jahre später wird die Kathedrale eingeweiht. Richard ist im Heiligen Land geblieben. Aliena ist quasi Gräfin. William ist inzwischen gichtig und immer noch Vogt und will noch immer seine Rache. Jonathan — Toms ausgesetzter Sohn — wird zum Subprior ernannt. Waleran hasst Philip immer noch. Er munkelt, dass Jonathan Philips Sohn sein könnte und klagt ihn vorm Kirchengericht auf Verdacht an. Peter von Wareham ist der Richter — jener Peter, den Philip 35 Jahre zuvor als Almosenpfleger "entschärft" hatte. Jonathan erfährt von Jack, dass Tom sein wirklicher Vater war. Sie holen Ellen, die vor Gericht aussagt. Waleran gibt nicht auf und behauptet, Ellens Aussage sei nicht zu beweisen. Da bringt Ellen die Geschichte von Jacks Vater zur Sprache und Walerans Meineid. Remigius, dem der alte Prior von Kingsbridge seine Beteiligung an dem Mord gebeichtet hat, bestätigt die Anschludigung. Peter beendet die Verhandlung. Waleran geht wortlos.

Kap. XVIII

Henry empfielt Waleran als Bischof von Lincoln und Peter v.Wareham als neuen Bischof von Kingsbridge. Widerstand regt sich. Doch der einzige, der helfen könnte ist im Exil, weil er sich mit dem König zerstritten hat: der ehemalige Erzbischof von Canterbury Thomas Becket. Philip reist zu ihm. Becket sagt, er könne nur als anerkannter Erzbischof ein Veto einlegen. Es existiert ein Friedensvertragsentwurf des Papstes, dem Thomass und der König zwar zustimmen, doch verweigert der König den Friedenskuss. Philip wird zuversichtlicher.

Nach einer Unterredung mit Francis, der für Henry arbeitet, finden sie einen Kompromiss: Der Friedenskuss passiert nach Thomas' Rückkehr, nicht als Bedingung. Dieser Kompromiss wird akzeptiert, die Versöhniung hält aber nicht lange. Thomas wird von seinen Feinden schlechtgemacht, der König wird grantig und verlangt von seinen Schergen Aktionen. Mehr im Zorn erwähnt er "Exekution". William führt mit 4 anderen die Truppe, die Thomas dann auch ermordet. Philip, der zufällig dabei ist, beginnt die Leute zum Trauerzug zu formieren. Er ruft Thomas als Märtyrer aus, der Pöbel kommt in Bewegung. William wird gehängt.

Tommy ist inzwischen Graf v.Shiring, Richard ist in Syrien gestorben. Waleran kommt gebrochen nach Kingsbridge und bittet um Aufnahme ins Kloster. Außerdem erzählt er Jack, warum sein Vater sterben musste: Er hatte einfach überlebt und mitangesehen, wer das Schiff des damaligen Thronfolgers versenkt hat.

Am Ende kommt der König zur Kirche und lässt sich symbolisch geißeln.

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Created: 2005-05-18 — last update of web site: 2010-06-27
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