Erfahrungsbericht: Elektroroller E-Max S 2000 (Elektromoped)

Dieser Bericht dreht sich um meine Erfahrungen mit dem E-Max S2000 mit Si-Batterien.

Die Seite hat nur mehr Archivcharakter, da ich inzwischen den E-Max 110S fahre.

Alle technischen Daten sind auf der Homepage des Herstellers zu finden. Nachtrag, 2008-07-25: Die Webseite wurde inzwischen an die neuen Roller angepasst.
Leistung 2kW (kurzfristig auch 3,85kW abrufbar)
Gewicht (leer/max) 123/273kg
Batterien 8 Stück 12V/20A Siliconbatterien
Reichweite 50-70km bei sparsamer Fahrweise und guten Bedingungen (Firmenangabe).
In meiner Umgebung sind es maximal 40km.
Daumenregel: 1 Stunde tanken für 10km (1 Ladegerät. Die Geschichte dazu gibt’s weiter unten)
L/B/H 160/65/197 cm

Kilometerstand: 6000 km (2008-11-07)

Meine gesammelten Quintessenzen aus diesem ganzen Bericht hier:

Freitag, 2007-07-20

Kilometerstand: 1 km (Auslieferungsstand).

Ich habe mich schon seit langem nach einer Alternative zu Fahrrad, Öffis und Auto in Wien umgeschaut. Ein Moped mit Geruch wollte ich nicht. Also habe ich mich am Elektrosektor umgeschaut. Nach nicht allzulanger aber gründlicher Recherche habe ich mich für einen E-Max Sport entschieden. Mein Dank gebührt hierbei auch Herrn Nejedly von Scooterman.at, der einiges an Geduld mit mir haben musste.

Da ich in einer recht hügeligen Umgebung wohne, kamen schwächere Roller als der S2000 nicht in Frage.

Ich war im April Probefahren und war überzeugt. Leider war es aber schwerer als gedacht, noch einen in Österreich aufzutreiben. Grund dafür waren die Turbulenzen, die sich der Hersteller mit dem Produzenten geliefert hat (China vs. Deutschland). Leider wird die alte Serie eingestellt und ab 2008 eine neue anlaufen. Die werden zwar schon Lithiumbatterien haben, aber so lange wollte ich nicht warten.

Bei n-power in Vorarlberg habe ich den angeblich letzten in Österreich erhältlichen E-Max erstanden. Die Lieferung hat sich um 2 Wochen verzögert, da in der ersten Woche Urlaub bei n-power war und in der 2. die Lieferung bis am Freitag gedauert hat. Es ist so gemein, wenn man 3 Tage warten muss, bis man sich das Nummerntaferl holen darf!

Hier ein paar Bilder vom Auspacken am Freitagabend in der Garage und ein paar Bilder aus späteren Tagen.

Wie man sehen kann passt mein Helm unter den Sitz. Allerdings ist das verdammt eng. Topcase ist auf jeden Fall zu empfehlen. Unterm Sitz habe ich mein 2.Ladegerät, ein Handtuch, Gepäckspanner und so Zeug drin.

Die 123 kg waren garnicht so einfach auf den Mittelständer zu wuchten. Schließlich ist es mir doch gelungen 🙂.

Morgen geht’s ab zur Versicherung (≈90 € pro Jahr für die Haftpflicht sind verschmerzbar) das Nummerntaferl abholen.

2007-07-23

Kilometerstand: 37km

Heute habe ich mir mein Nummerntaferl geholt und hab mich sofort in die Arbeit begeben. Mit einmal feige auftanken. Geräuschmäßig ist er sehr angenehm. Gefährlich kann es besonders dann werden, wenn andere Verkehrsteilnehmer nicht damit rechnen, dass sowas leises als Moped daherkommen kann. Lieber einmal mehr die Hupe betätigt…

Von den Steigungen her gibt es keine wirklichen Probleme mit der Geschwindigkeit. Der Grünberg von Schönbrunn die Altmannsdorferstraße rauf ist mit einmal Powerknopf zu bewältigen. Zwar nicht mit 45km/h, aber knapp um die 40. Bei den längeren sachten Steigungen merkt man fast nichts. 40km/h sind durchaus machbar. Bei denen, wo ich mit dem Rad schon sehr reintreten muss (von 21 Gängen auf den 8. oder 9. runtergeschalten), geht es ohne Powerknopf auf 30 bis 25 runter. Da ist man ohne Powerknopf den Benzinern unterlegen.

Zur Funktionsweise des Powerknopfes: Einmal gedrückt, liefert der E-Max in etwa 30 Sekunden mehr Leistung. Ich vermisse leider eine Möglichkeit, die Mehrleistung auch wieder abzuschalten. Oft brauche ich den Knopf nur, um bei der Kreuzung schnell wegzukommen. Im Fließverkehr ist er dann nicht oft mehr notwendig. Und da verbrate ich dann sicherlich einiges an Reichweite.

p.s.: Keine Angst, ich werde nicht jeden Tag protokollieren.

2007-07-25

Kilometerstand: 132km

Gestern bin ich ohne Auftanken einmal quer durch die Stadt gefahren und dann wieder retour. Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn die Tankanzeige auf ganz Null springt, wenn man alles aus den Batterien holt, was da ist, um einen Anstieg mit Powerknopf zu bewältigen. Aber es ist halt ein elektrischer Messvorgang. Nach knapp 40 Kilometern (mit einigen Anstiegen) war ich zu Hause und immer noch im grünen Bereich.

Nachtrag, 2008-04-22: Grüner Bereich Bereich bezieht sich auf die Leerlaufspannung. Wenn unter Last die Anzeige auf Null geht, ist das Ende nah und Steigungen können schon zum Hindernis werden.

Abends noch ein Abstecher in die Stadt (nach 2 Stunden tanken). Am Retourweg habe ich einmal versucht, die Schafberggasse raufzufahren. Die Steigung beträgt am steilsten Stück 16–21% (entspricht ca. 9-12°). Das ist ihm dann doch zu viel, ich bin Schlangenlinien raufgefahren, das hat funktioniert. Ist auf Dauer aber wohl zu ungesund. Ich bin nur froh, dass es einen anderen Weg zu mir nach Hause geht, der nicht so steil ist.

Heute nur in die Arbeit und retour. Das sind übrigens ca.13 km pro Richtung mit 3 bzw. 4 ordentlichen Anstiegen. Wer Wien kennt: Bei der Herbeckstraße Richtung Lidlgasse; Die Possingergasse rauf zur Schmelz; Grünberg. Bzw: Altmannsdorferstraße; Johnstraße; Lidlgasse; Hockegasse.

2007-07-27. Risikotag!

Kilometerstand: 328km

Risikotag im Sinne von Austesten, wie weit ich komme. Heute habe ich den E-Max sehr beansprucht: Zuerst in die Arbeit (nachtanken), dann nach Baden ein Topcase holen. Da habe ich ihn nur ein paar Minuten am Strom gehabt. Zurück nach Wien war kein Thema, aber dann bin ich doch unvehofft nach Korneuburg gefahren. Das sind (ab Arbeit) nicht nicht ganz 60km. Ich bin wirklich am letzten Zapfen dort angekommen und habe 2 Stunden nachgetankt.

Am Nachhauseweg hat mich dann doch der Zweifel überfallen, ob ich wirklich noch ankommen werde. Und siehe da, in der Gersthoferstraße hat die Leistung nachgelassen und die Batterie war fast komplett leer. Die Hockegasse musste ich dann raufschieben (allerdings mit Unterstützung durch den Motor, das ging noch). Die Daumenregel für 1 Ladegerät scheint also zu sein: 1 Stunde für 10 km. Das ist aber knapp berechnet, wie man sieht. Ich habe am Heimweg von Korneuburg den Powerknopf nicht betätigt und habe versucht sehr weit vorausschauend zu fahren.

Insgesamt war ich heute an die 100km unterwegs, davon ≈80 mit zwei Teilladungen (20 Minuten und 2 Stunden). Wer öfters solche Wegstrecken zurücklegen will oder muss, sollte sich schon überlegen, ein 2.Ladegerät zu verwenden, damit man auch einmal eine Stunde Ladezeit gut nutzen kann.

Gestern waren es zwar auch 100km, aber da konnte ich zweimal länger an den Strom. Mit dem Auto merke ich garnicht, wie viele Kilometer man in der Stadt machen kann.

2007-08-02

Kilometerstand: 447km

Die letzten Tage waren nicht sonderlich aufregend, was neue Erfahrungen angeht. Ich musste einfach nur in die Arbeit und retour.

Heute hab ich den E-Max erstmals in die Werkstatt gestellt: Die planmäßige 500km-Wartung steht an. Etwas früh, aber nächste Woche kann ich voraussichtlich nicht.

Was das Chassis betrifft, es ist ein Kymco-Chassis, das für die Benzinbrüder des E-Max ausgelegt ist. Ich habe heute nachgefragt, weil ich im Vorderteil Vibrationen (geschätzte 5 Hertz) verspürt habe: Die kommen von einer Unwucht im Reifen, die offenbar bei der Lieferung zustandegekommen ist. Wenn’s sich nicht ausfährt, muss ich den Reifen wechseln lassen.

Nachtrag: Der Reifen war tatsächlich defekt. Nach einem Tausch sind die Vibrationen weg.

Ein Ausblick: Für nächstes Jahr sollen nicht nur mindestens zwei Hersteller mit Lithiumbatterien am Markt sein (E-Max und Innoscooter), es gibt auch Gerüchte, dass Mopeds mit herausnehmbaren Batteriepacks eingeführt werden sollen. Damit wird ein Laden in der Wohnung möglich.

Nachtrag, 2008-04-21: Was die herausnehmbaren Batteriepacks angeht, die waren wohl ein Wunschdenken.
Erfreulich: IO wird wahrscheinlich als erster in Österreich mit Li-Akkus ausstatten (siehe weiter unten)!

2007-08-03

Kilometerstand: 482km

Service war OK. Ein 2.Ladegerät hab‘ ich jetzt auch. Ich darf es nur nicht zu Hause vergessen, weil gerade unterwegs ist es sinnvoll.

2007-08-04

Kilometerstand: 506km

Polizeikontrolle. War lustig. Die 4 Polizisten sind alle der Reihe nach dahergekommen, als der Kontrollierende gemerkt hat, dass das ein E-Moped ist. Sowas haben sie alle noch nicht gesehen. Die Kontrolle war am Abend, wo man annehmen möchte, dass man schlecht gelaunt ist, wenn man auf der Straße stehen muss. Aber: die 4 waren alle sehr freundlich, auch zu den anderen Autofahrern, die sie herausgeholt haben. Das will ich auch einmal gesagt haben.

Ich möchte was für die anmerken, die sich nicht sicher sind, ob sie das Abenteuer Elektroroller/Elektromoped wagen sollen: Wenn man sich dessen bewusst ist, dass…

  • …man eben nur ≈40km am Stück fahren kann (wenn es hügelig ist und man nicht immer aufs Vollgas drückt)
  • …die Beschleunigung ohne Powerknopf zwar in der Ebene ausreichend, bei Anstiegen aber doch sehr gemächlich ist…
  • …man Überland eben wirklich nur bis 45 km/h kommt (wie es bei anderen Mopeds auch sein sollte, praktisch aber viele Mopeds aufgebohrt sind), bei leichten Steigungen ohne Powerknopf aber doch meist darunter (40 gehen schon, 35 können es bei längeren Stücken schon werden, steiler auch mal nur 20)
  • …eine vertrauenswürdige Steckdose (in der Garage oder im Innenhof) absolut notwendig ist, solange die Batterien zu schwer zum rausnehmen sind,
  • …man dafür aber im mittleren bis dichten Stadtverkehr trotzdem schneller ist, als mit dem Auto,

dann kann man es wagen.

2007-08-18

Kilometerstand: 870km

Kurzer Ausflug auf den Kahlenberg, weil’s mich interessiert hat, ob ich dort raufkomme. Von mir bis rauf sind es ca. 14 km. Also 28 hin und retour. Nach Ankunft zu Hause hatte ich noch recht viel Energie drin. 10 km wären sicher noch gegangen. Also ist der Kahlenberg so ziemlich aus ganz Wien zu erreichen. Höhenmeterdifferenz kann ich nur mit Kartenmaterial schätzen — es gibt ein bissl auf und ab auf der Strecke. Ich versuche anhand von Google Earth ein Streckenprofil zu erstellen. (Ungefähre Angaben und ich summiere die Anstiege in eine Richtung)

Start auf 295m, hinunter auf 260 (Pötzleinsdorf).
Rauf auf 285m (Neustifter Friedhof) und wieder auf 260m hinunter. ≈25m Anstieg
Ich bin die Angesgasse raufgefahren, weil Kirchtag war: Rauf auf 285m. ≈50m Anstieg
Wieder hinunter auf die Sieveringerstraße, die von 270m permantenten Anstieg zur Höhenstraße mit 385m hat. ≈165m Anstieg.
Die Höhenstraße beginnt mit einem Abfall von 20m auf 365m dann wieder zum Cobenzl auf 400m. ≈ 200m Anstieg.
Runter auf 340m, die Serpentinen hinauf auf 470m. ≈ 330m.

Sind also in etwa 480 Höhenmeter in beider Richtungen. (Kahlenberg ist ca. 150m höher, als meine Wohnung) Ohne Powerknopf schaut es allerdings sehr mager aus, da manche Steigungen (Agnesgasse, ein paar Zwischensteigungen auf den Kahlenberg) doch ordentlich nach oben zeigen. Aber mit sind die alle kein Problem.

2007-09-28

Jetzt wartet mein Händler schon seit 4 Wochen auf ein Ersatzteil. Das eigentlich in 2 Tagen verfügbar sein sollte. Es handelt sich um den Bremsflüssigkeitszylinder, der undicht war. Das kann nun bei jedem Moped passieren, und ist daher kein Grund für oder wider Elektromopeds. Dass sich das aber so lange hinzieht, ist mir unverständlich. Ärgerlich! Zumal es gerade jetzt witterungstechnisch noch fahrbar wäre.

2007-10-05

Kilometerstand: 1190km

Am Montag konnte ich endlich mein Moped wieder holen. Das Ersatzteil wurde noch einmal an den falschen Händler versandt. Wie dem auch sei, er ging wieder. Blöderweise bin ich auf der Heimfahrt auf ein böses großes Stück Metall gefahren, das sich durch den Reifen gebohrt hat. Also gleich wieder retour in die Werkstatt. Diesmal war es am nächsten Tag aber fertig, obwohl es sich ums Antriebsrad gehandelt hat. Ich habe zuerst versucht, Firmen in der Nähe zu finden, aber also ich Elektromotor erwähnt habe, haben die gemeint, sie könnten nix garantieren. Ich stehe auf dem Standpunkt, wenn jemand sich Werkstatt schimpft, darf das kein Problem sein, ein Rad von einer Achse zu nehmen. Ob da jetzt ein Elektromotor draufgeschraubt ist oder nicht.

Dafür bin ich jetzt auch ÖAMTC-Mitglied. Ist fürs Auto auch bald nötig, da die firmeneigene Mobilitätsgarantie auch irgendwann mal ausläuft.

Die Stadt ist mit dem Moped wesentlich einfacher zu durchqueren. Dafür ist’s halt manchmal kälter.

2007-10-22

Kilometerstand: 1490km

Ich habe unlängst einen Anruf von n-power erhalten, wo ich den E-Max gekauft habe. Herr Nohel hat mir dabei mitgeteilt, dass er momentan einen Prototypen von EVT bei sich hat, der nächstes Jahr rauskommen soll. Mit Lithiumbatterien und Allradantrieb. Angeblich soll das Teil sehr angenehm zu fahren sein. Vor allem, was die Sritzigkeit angeht. Ich möchte mir nächstes Jahr in jedem Fall die neuen Modelle von E-Max und EVT anschauen.

Etwas mehr Spritzigkeit in Wien ist sicherlich kein Fehler. Der Powerknopf reicht mir zwar noch(?), allerdings reduziert sich die Reichweite doch um einiges, wenn man ihn zu oft einsetzt, nur um mal schnell bei der Kreuzung wegzukommen.

Mein Zufreidenheitsfaktor ist immer noch ungebrochen hoch. Speziell, wenn man sich an der roten Ampel schön langsam durch den Stau pflügen kann. Und darf. Aber das hat wieder nix mit Elektro oder Nicht-Elektro zu tun.

2008-02-29

Kilometerstand: 2200km

Oje, letzte Woche ist mir der Blinkerschalter eingegangen. Aber der war schnell geatauscht.

Nachdem es jetzt wieder warm wird, erhöht sich auch die Batterieleistung merklich. Im Winter war deutlich spürbar, dass die Batterien nicht so viel hergeben können. Um die 0°C käme ich im Optimalfall (eben, kein Wind) vielleicht nur 40km weit. Ich habe es nie wirklich ausprobiert, aber bei mäßiger Fahrweise war die Leerlaufspannungsanzeige schon im gelben Bereich, als ich von der Arbeit nach Hause gekommen bin. Das sind insgesamt ca. 30km. Jetzt, wo es also wärmer wird, sind nach 40km noch genügend Reserven vorhanden.

2008-04-21

Kilometerstand: 2650 km

Und weil ich blöd war, ist mir das Moped umgekippt. Bremshebelbruch, aber der war bei Herrn Nejedly auch sofort getauscht.

Dabei habe ich auch erst festgestellt, warum das Moped so schwer auf den Mittelständer geht: Das Gestell ist etwas verbogen. Muss ein Transportschaden gewesen sein, aber nachdem es nicht sonderlich kaputt aussieht, dachte ich, dass das so gehört. Bin ja ein Mopedanfänger.

Ausblick IO: Dabei haben wir auch ein bisschen geplaudert, was die weitere Entwicklung angeht und ich bin kurz, während mein Moped am Strom hing, mit einem aktuellen IO Scooter eine Runde gefahren. Bei ungefähr gleicher Leistung wie mein E-Max ist die Motorsteuerung etwas besser implementiert. Der Zug aus dem Stand ist wesentlich kräftiger, man braucht beim Anfahren keinen Powerknopf, auch wenn’s mal schnell von einer Kreuzung weggehen soll. Im unteren Geschwindigkeitsbereich zieht der IO ordentlich an. Die Frage ist nur, inwiefern bei Stop&Go-Verkehr die Batterie darunter leidet. Das Chassis ist bis auf ein paar optische Unterschiede das gleiche, wie bei meinem E-Max.

Was die Modelle mit Lithiumbatterien angeht, wird IO wahrscheinlich im Herbst leistbare Modelle in Österreich anbieten können. Ich habe soeben ein Mail von IO erhalten, in dem er für den Spätherbst seine ersten Lithiummodelle ankündigt, die mit einem 1000€ Aufpreis auf die Siliciumakkus verfügbar sein sollen. Na das ist ja einmal eine gute Meldung! Abgesehen davon gefällt mir die Motoransteuerung wirklich gut!

Bei diesen Aussichten steht ein Markenwechsel bevor.

2008-04-22

Kilometerstand: 2690 km

Die 40km Unterschied von gestern auf heute bin ich durchgefahren. Mit wenigen Powerschüben. Und es war knapp. Ich habe die Möglichkeit in der Firma zu tanken nicht mehr, weil wir übersiedelt sind — eh schon ein Zeitl her, aber ich bin nicht so oft in der Arbeit gewesen, wo ich davor oder danach noch weite Umwege gemacht habe. Nicht so heute: ins AKH, dann zur Millennium-City, dann in den 23. und dann heim. Das wird ohne Nachtanken einfach sehr, sehr eng.

Ich habe allerdings ein Elektrotankstellenverzeichnis für Österreich entdeckt. Vielleicht finde ich ein paar in der Nähe von Orten, wo ich oft bin. Abgesehen davon wollen wir beim Hausbesitzer anregen, ob er den Sicherungskasten in der Einfahrt mit einer Steckdose versieht, dann steht einem Tanken in der Arbeit nichts mehr im Weg.

FR, 2008-05-30

Kilometerstand: 3400 km

Oje. Ich habe einen extremen Abfall der Batterieleistung. Womöglich sind die kaputt. Obwohl die Laufleistung bei weitem noch nicht erreicht ist.

Ich komme nicht einmal mehr in die Arbeit und zurück. Das sind knapp über 20km. Und die Steigungen sind zwar nicht ohne, waren aber nie ein Problem. Bin schon neugierig, ob sich da noch was retten lässt. Am MI stell ich den E-Max zum Scooterman.

SO, 2008-06-29

Kilometerstand: 3660 km

Ja, die Batterien waren kaputt. Ich hatte sie zur Überprüfung beim Scooterman. Leider waren sie nicht mehr zu retten. Selbst nach gepulster Aufladung habe ich gerade mal 20km weit fahren können. Mit Bauchweh.

Also ein neuer Satz Batterien — allerdings aus einem transportbeschädigten Gerät, daher billiger zu haben. Kostenpunkt 640€ (inkl.MwSt). Das ist halt der Preis, den Halbpioniere noch mitzahlen. Immer und überall.

DI, 2008-07-08

Kilometerstand: 4020 km

Die Batterien sind leistungsmäßig wieder da, wo sie hingehören. Der Weg in die Arbeit und retour geht wieder mit Reserven. Dennoch: Mehr Reichweite wäre wünschenswert. Ich bin inzwischen allerdings von IO wieder abgekommen, weil es dort mit Garantiefällen und der Verarbeitung leider nicht so gut ausschaut, wie bei E-Max. Bei E-Max steht doch ein riesiger Betrieb dahinter (SAP, System Auto Parts), die mit den alten Serien nicht unbedingt ein Geschäft gemacht haben, aber immer zu den Garantiefällen gestanden sind. Auch bei mir.

Aber wirklich wissen werde ich es erst, wenn ich einen IO Lithium mit einem E-Max S110 verglichen hab. Unterschiedliche Batteriesysteme (Lithium vs. Blei-Silicium). aber beim E-Max gibt es halt eine ordentliche thermische Abschaltung im Gegensatz zu einer einfachen, im Sitz eingebauten Sicherung beim IO.

DI, 2008-07-22

Kilometerstand: 4420 km

Ich bin bei Scooterman Herrn Nejedly einen S90 probegefahren (der 110er war noch nicht ausgepackt). Und ich muss sagen, er fährt sich leichter als mein 2000-S. Der tiefe Schwerpunkt ist schon ein absoluter Pluspunkt. Generell ist auch der Rahmen wesentlich robuster verarbeitet — er wurde ja auch extra für Elektromopeds mit schweren Akkus entwickelt.

2 Mankos ergeben sich dadurch: Kein flacher Durchstieg mehr, die Beine sind daher seitlich etwas mehr der Witterung ausgesetzt. Und es gibt vorne kein Staufach mehr. Hinter der Verkleidung ist noch eine Batterie. Ein kleines Fach wäre sich meines Erachtens aber locker ausgegangen. Naja, damit ist das negative aber auch schon abgehakt.

Die Motorsteuerung ist etwas gewähnungsbedürftig aber mir scheint sehr intelligent gelöst. Es fühlt sich an, als gäbe es nur drei Stellungen am Gas…pardon, Stromhebel: aus, bisschen, voll. Dazwischen ist scheinbar keine Abstufung. Die Antriebsleistung beim Anfahren fühlt sich so an, als würde sie selbst bei sofortigem Vollgas…pardon: -strom zuerst sachte nach oben gehen. Das schont mit Sicherheit die Batterie. Dennoch zieht der 90S, sobald er sich in Bewegung gesetzt hat, an, als würde ich bei meinem 2000-S den Powerknopf drücken. Bei meiner kleinen Testrunde habe ich nicht einmal daran gedacht, eben diesen Powerknopf am 90S zu drücken. Mea culpa.

Wo ich schon beim Stromgriff bin: Der ist seitlich sehr robust abgeschlossen und schützt so unter Umständen den Bremshebel und in jedem Fall den Griff selbst, wenn das Moped mal umkippen sollte. Die Pressefotos haben diesen Schutz noch nicht drauf.

Die Ständer sind sehr gut verarbeitet und die 151kg des 90S sind leicht auf den Mittelständer zu wuchten. Auch der Seitenständer schaut mit seinem breiteren Fuß vielversprechend aus und lagert das Moped in einem ordentlichen Winkel.

Großes Plus: zwei bissige, gelochte Scheibenbremsen und natürlich die größeren 13″-Reifen und dadurch wesentlich mehr Laufruhe.

Der Blinker gibt ein zartes Surren von sich, man vergisst ihn also nicht mehr so leicht.

Leider ist E-Max offenbar ebenfalls von den Maßnahmen zur Smogreduktion bei den Olympischen Spielen in Peking betroffen, da sie erst nach den Spielen wieder Container verschiffen dürfen oder können.

Ich habe meinen 110S schon reserviert. In blau. Er wird voraussichtlich Ende September eintrudeln.

DI, 2008-08-28

Kilometerstand: 5100 km

Wollte eigentlich zum Service fahren, hab aber irgendwie nicht daran gedacht, Herrn Nejedly vorzuwarnen, dass die Bremsbeläge erneuert gehören. Die müssen erst bestellt werden. So stell ich ihn nächste Woche hin, dann bin ich eh auf Urlaub.

Was die neuen E-Maxe betrifft, übertrifft sich die österreichische Bürokratie wieder einmal selbst: Die Typisierung ist immer noch nicht durch, weil der Sachbearbeiter einen Buchstaben auf dem Zettel nicht lesen kann. Nochmal retour und wieder einreichen. Mir kann’s egal sein, ich hab meinen eh erst für Ende September anvisiert, bis dahin wird’s wohl funktioniert haben. In Deutschland fahren die übrigens schon lange ganz offiziell und typisiert.

MI, 2008-10-08

Kilometerstand: 5600 km

Hab heute eine Begegnung der elektrischen Art gehabt. Vor mir am Gürtel fuhr doch glatt ein Herr auf einem Vectrix. Ich hab an der Ampel kurz mit ihm geplaudert. Er meinte, die Reichweite sei auch bei ihm das größte Problem. Mit Vollgas käme er auf ca. 40km. Das heißt bei ihm aber 110km/h. Bei 45km/h erreicht er doch an die 100km.

Nächste Woche kommt mein neuer E-Max.

DO, 2008-11-07

Kilometerstand: 6000km

Es ist so weit. Ich habe gerade die 6000km überschritten und war am Weg nach Baden, um mir meinen 110S abzuholen. Der S2000 geht an meinen Cousin und bleibt damit nicht nur in der Familie sondern auch in derselben Garage.